Der Strommix Deutschland März 2026 wurde erneut mehrheitlich von erneuerbaren Energien getragen. Wind onshore lieferte den mit Abstand größten Einzelbeitrag, während Braunkohle der stärkste konventionelle Energieträger blieb.

Kurz eingeordnet

  • Erneuerbare Energien erreichten im März 2026 einen Anteil von 58,8 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung in Deutschland.
  • Windenergie an Land war mit rund 8.976 GWh der stärkste Einzelenergieträger, gefolgt von Solarenergie mit 7.362 GWh.
  • Braunkohle blieb mit 6.833 GWh der mit Abstand größte fossile Stromerzeuger, noch vor Erdgas mit 4.650 GWh.

Stromerzeugung Deutschland März 2026

Öffentliche Nettostromerzeugung  ·  39.085 GWh gesamt  ·  58,8 % erneuerbar  ·  energetisch korrigierte Werte

Erneuerbar vs. Fossil
Energieträger im Detail
Quelle: Energy-Charts.info  ·  Fraunhofer ISE  ·  ENTSO-E, AGEE-Stat, Destatis  ·  Stand: 04.04.2026 21:54
Stromerzeugung Deutschland März 2026 - Nettostromerzeugung nach Energietraeger
EnergieträgerErzeugung (GWh)Anteil (%)
Gesamt39.085 GWh100,0 %
Erneuerbar gesamt22.994 GWh58,8 %
Wind onshore8.976 GWh23,0 %
Solar7.362 GWh18,8 %
Biomasse3.206 GWh8,2 %
Wind offshore2.314 GWh5,9 %
Laufwasser1.034 GWh2,6 %
Abfall (erneuerbar & nicht-erneuerbar)870 GWh2,2 %
Speicherwasser91 GWh0,2 %
Geothermie11 GWh0,0 %
Fossil & Sonstige gesamt16.090 GWh41,2 %
Braunkohle6.833 GWh17,5 %
Erdgas4.650 GWh11,9 %
Steinkohle2.976 GWh7,6 %
Erdgasnebenprodukte397 GWh1,0 %
Öl193 GWh0,5 %
Sonstige172 GWh0,4 %
Quelle: Energy-Charts.info / Fraunhofer ISE · Lizenz: CC BY 4.0 · Stand: 04.04.2026 21:54

Windenergie und Solar prägen den Strommix Deutschland März 2026

Insgesamt wurden in Deutschland im März 2026 rund 39.085 GWh Strom erzeugt. Davon entfielen etwa 22.994 GWh auf erneuerbare Quellen und rund 16.090 GWh auf fossile und sonstige Energieträger.

Der größte Einzelbeitrag kam von der Windenergie an Land mit rund 8.976 GWh. Damit lieferte Wind onshore allein knapp 23 Prozent der gesamten Stromerzeugung. Offshore-Windanlagen steuerten weitere 2.314 GWh bei. Zusammengenommen war die Windkraft für etwa 29 Prozent der Gesamterzeugung verantwortlich.

Die Solarenergie erreichte im März 2026 rund 7.362 GWh. Für einen Monat mit noch vergleichsweise wenigen Sonnenstunden ist das ein beachtlicher Wert, der die wachsende installierte Photovoltaikleistung in Deutschland widerspiegelt. Biomasse trug mit rund 3.206 GWh zur Stromerzeugung bei und war damit der drittstärkste erneuerbare Energieträger. Laufwasser kam auf etwa 1.034 GWh, Speicherwasser auf 91 GWh.

Fossile Energieträger: Braunkohle vor Erdgas

Auf der konventionellen Seite war Braunkohle mit rund 6.833 GWh der mit Abstand stärkste Energieträger. Sie allein machte mehr als 42 Prozent der gesamten fossilen Stromerzeugung aus. Erdgas folgte mit rund 4.650 GWh auf Platz zwei, Steinkohle kam auf etwa 2.976 GWh.

Die Rangfolge zeigt: Trotz des politisch gewünschten Rückgangs der Kohleverstromung bleibt Braunkohle im deutschen Strommix ein gewichtiger Faktor. Zusammen erzeugten Braun- und Steinkohle im März rund 9.809 GWh und damit mehr als Erdgas allein.

Öl spielte mit rund 193 GWh eine marginale Rolle. Erdgasnebenprodukte steuerten etwa 397 GWh bei, die thermische Abfallverwertung kam auf rund 870 GWh.

Wie sich der Erneuerbarenanteil im März einordnen lässt

Ein Erneuerbarenanteil von 58,8 Prozent im März ist ein solider, aber kein außergewöhnlicher Wert. Die Frühlingsmonate profitieren typischerweise von guten Windverhältnissen, während die Solarproduktion noch nicht ihr sommerliches Niveau erreicht. Entscheidend für den weiteren Jahresverlauf wird sein, wie sich die Erzeugung in den sonnenreichen Monaten entwickelt, wenn Photovoltaik regelmäßig höhere Beiträge liefert.

Ausblick

Mit dem bevorstehenden Anstieg der Sonnenstunden in den Monaten April und Mai dürfte der Solaranteil am Strommix deutlich zulegen. Ob der Erneuerbarenanteil in den kommenden Monaten die 60-Prozent-Marke überschreitet, hängt neben der Witterung auch von der weiteren Entwicklung der installierten Erzeugungskapazitäten ab. Die Daten der Bundesnetzagentur und der Übertragungsnetzbetreiber werden zeigen, ob sich der Trend des ersten Quartals 2026 fortsetzt.

Quelle: Fraunhofer ISE – Energy Charts