Der Strommix Deutschland Juni 2026 wird erneut von der Solarenergie geprägt. Mit rund 11.160 GWh deckt die Photovoltaik etwa ein Drittel der Nettostromerzeugung. Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt auf 69,7 Prozent, während die fossile Erzeugung spürbar zurückgeht.

Kurz eingeordnet

  • Erneuerbare Energien deckten im Juni 2026 rund 69,7 Prozent der Nettostromerzeugung in Deutschland, ein Anstieg gegenüber Mai (67,0 Prozent).
  • Solar blieb mit rund 11.160 GWh stärkster Einzelenergieträger und stellte etwa ein Drittel der gesamten Stromerzeugung.
  • Wind onshore legte gegenüber Mai um rund 16 Prozent auf etwa 6.390 GWh zu und stützte damit den hohen Erneuerbarenanteil.
  • Die gesamte Nettostromerzeugung blieb mit rund 33.419 GWh nahezu auf dem Mai-Niveau.

Stromerzeugung Deutschland Juni 2026

Öffentliche Nettostromerzeugung  ·  33.419 GWh gesamt  ·  69,7 % erneuerbar  ·  energetisch korrigierte Werte

Erneuerbar vs. Fossil
Energieträger im Detail
Quelle: Energy-Charts.info / Fraunhofer ISE · Lizenz: CC BY 4.0 · Stand: 01.07.2026 06:27
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Stromerzeugung Deutschland Juni 2026 – Nettostromerzeugung nach Energieträger
EnergieträgerErzeugungAnteil
Gesamt33.419 GWh100,0 %
Erneuerbar gesamt23.293 GWh69,7 %
Wind onshore6.390 GWh19,1 %
Solar11.160 GWh33,4 %
Biomasse2.574 GWh7,7 %
Wind offshore1.497 GWh4,5 %
Laufwasser1.494 GWh4,5 %
Abfall (erneuerbar & nicht-erneuerbar)734 GWh2,2 %
Speicherwasser169 GWh0,5 %
Geothermie10 GWh0,0 %
Fossil & Sonstige gesamt10.126 GWh30,3 %
Braunkohle4.335 GWh13,0 %
Erdgas2.905 GWh8,7 %
Steinkohle1.513 GWh4,5 %
Erdgasnebenprodukte311 GWh0,9 %
Öl230 GWh0,7 %
Sonstige98 GWh0,3 %
Quelle: Energy-Charts.info / Fraunhofer ISE · Lizenz: CC BY 4.0 · Stand: 01.07.2026 06:27

Solarenergie prägt den Strommix Deutschland Juni 2026

Im Juni 2026 wurden in Deutschland insgesamt rund 33.419 GWh Strom netto erzeugt. Davon entfielen etwa 23.293 GWh auf erneuerbare Quellen, während fossile und sonstige Energieträger zusammen rund 10.126 GWh beisteuerten. Der Erneuerbarenanteil stieg damit gegenüber dem Mai von 67,0 auf 69,7 Prozent.

Die Solarenergie war mit rund 11.160 GWh erneut der stärkste Einzelenergieträger und allein für gut 33 Prozent der gesamten Nettostromerzeugung verantwortlich. Gegenüber dem Mai bedeutet das einen weiteren leichten Anstieg von rund 2 Prozent. Die langen Tage rund um die Sommersonnenwende, hohe Einstrahlungswinkel und die weiter wachsende installierte Photovoltaikleistung erklären die Spitzenposition der Solarenergie im Hochsommer.

Wind onshore lieferte rund 6.390 GWh und damit etwa 19 Prozent der Stromerzeugung. Gegenüber dem windschwächeren Mai stieg die Erzeugung an Land um rund 16 Prozent. Offshore-Windanlagen steuerten weitere 1.497 GWh bei, ein leichter Rückgang von rund 2 Prozent. Zusammengenommen kam die Windkraft auf rund 7.887 GWh und blieb hinter der Solarenergie der zweitstärkste Beitrag im Strommix Deutschland Juni 2026.

Biomasse trug rund 2.574 GWh bei und lag damit etwa 18 Prozent unter dem Mai-Wert. Laufwasser kam auf etwa 1.494 GWh, ein Plus von rund 18 Prozent gegenüber dem Vormonat. Speicherwasser steuerte rund 169 GWh bei, Geothermie rund 10 GWh.

Wind onshore legt zu, fossile Erzeugung sinkt

Auf der konventionellen Seite war Braunkohle im Juni mit rund 4.335 GWh weiterhin der stärkste fossile Energieträger. Gegenüber dem Mai bedeutet dies einen Rückgang von rund 4 Prozent. Die kräftigere Windstromproduktion an Land verringerte den Bedarf an regelbaren Kraftwerken zur Deckung der Residuallast.

Erdgas lag bei rund 2.905 GWh und damit etwa 8 Prozent unter dem Mai-Wert. Steinkohle kam auf rund 1.513 GWh, ein deutliches Minus von rund 21 Prozent gegenüber dem Vormonat. Insgesamt sank die fossile und sonstige Erzeugung von rund 11.080 GWh im Mai auf rund 10.126 GWh im Juni, ein Rückgang von etwa 9 Prozent.

Öl spielte mit rund 230 GWh weiterhin eine untergeordnete Rolle. Erdgasnebenprodukte steuerten etwa 311 GWh bei, die thermische Abfallverwertung erreichte rund 734 GWh.

Erneuerbarenanteil im Juni 2026 klar über Mai

Mit 69,7 Prozent erneuerbarer Erzeugung markiert der Juni einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vormonat. Getragen wurde der Zuwachs von zwei Entwicklungen zugleich: Die Solarenergie hielt ihr hohes Niveau, und die Windkraft an Land legte gegenüber dem schwachen Mai wieder zu. In absoluten Zahlen stieg die erneuerbare Erzeugung um rund 832 GWh, während die fossile und sonstige Erzeugung um rund 954 GWh zurückging.

Da die gesamte Nettostromerzeugung mit rund 33.419 GWh nahezu unverändert blieb, schlug sich diese Verschiebung unmittelbar im Erneuerbarenanteil nieder. Der Juni zeigt damit ein ausgeprägtes Sommer-Bild im Strommix Deutschland: hohe solare Beiträge, eine sich erholende Windkraft und ein sinkender Einsatz konventioneller Kraftwerke.

Ausblick

In den kommenden Sommermonaten dürfte die Solarproduktion saisonbedingt im Vordergrund bleiben, mit Spitzenwerten an strahlungsintensiven Tagen. Entscheidend für den weiteren Verlauf des Strommix Deutschland wird sein, wie stabil die Windkraft ihre Beiträge hält und ob längere windarme Phasen den Einsatz von Braun- und Steinkohle erneut erhöhen. Auch das Wasserdargebot in Flüssen und Speichern bleibt zu beobachten, ebenso wie die Entwicklung der gesamten Stromnachfrage im Verlauf des Sommers.