Der Strommix Deutschland Mai 2026 wird klar von der Solarenergie geprägt. Mit rund 10.895 GWh stellt die Photovoltaik knapp ein Drittel der gesamten Nettostromerzeugung. Der Anteil der erneuerbaren Energien legt leicht auf 67,0 Prozent zu, während die Windkraft an Land deutlich nachlässt.

Kurz eingeordnet

  • Erneuerbare Energien deckten im Mai 2026 rund 67 Prozent der Nettostromerzeugung in Deutschland, ein leichter Anstieg gegenüber April (66,7 Prozent).
  • Solar blieb mit rund 10.895 GWh stärkster Einzelenergieträger und legte gegenüber dem Vormonat um etwa 12 Prozent zu.
  • Wind onshore fiel mit rund 5.511 GWh deutlich zurück, ein Minus von rund 29 Prozent gegenüber April.
  • Die gesamte Nettostromerzeugung sank im Vergleich zum Vormonat um rund 5 Prozent auf 33.541 GWh.

Stromerzeugung Deutschland Mai 2026

Öffentliche Nettostromerzeugung  ·  33.541 GWh gesamt  ·  67,0 % erneuerbar  ·  energetisch korrigierte Werte

Erneuerbar vs. Fossil
Energieträger im Detail
Quelle: Energy-Charts.info / Fraunhofer ISE · Lizenz: CC BY 4.0 · Stand: 01.06.2026 06:10
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Stromerzeugung Deutschland Mai 2026 – Nettostromerzeugung nach Energieträger
EnergieträgerErzeugungAnteil
Gesamt33.541 GWh100,0 %
Erneuerbar gesamt22.461 GWh67,0 %
Wind onshore5.511 GWh16,4 %
Solar10.895 GWh32,5 %
Biomasse3.147 GWh9,4 %
Wind offshore1.529 GWh4,6 %
Laufwasser1.269 GWh3,8 %
Abfall (erneuerbar & nicht-erneuerbar)793 GWh2,4 %
Speicherwasser100 GWh0,3 %
Geothermie11 GWh0,0 %
Fossil & Sonstige gesamt11.080 GWh33,0 %
Braunkohle4.512 GWh13,5 %
Erdgas3.146 GWh9,4 %
Steinkohle1.923 GWh5,7 %
Erdgasnebenprodukte363 GWh1,1 %
Öl210 GWh0,6 %
Sonstige134 GWh0,4 %
Quelle: Energy-Charts.info / Fraunhofer ISE · Lizenz: CC BY 4.0 · Stand: 01.06.2026 06:10

Solarenergie dominiert den Strommix Deutschland Mai 2026

Im Mai 2026 wurden in Deutschland insgesamt rund 33.541 GWh Strom netto erzeugt. Davon entfielen etwa 22.461 GWh auf erneuerbare Quellen, während fossile und sonstige Energieträger zusammen rund 11.080 GWh beisteuerten. Der Erneuerbarenanteil stieg damit gegenüber dem April leicht von 66,7 auf 67,0 Prozent.

Die Solarenergie war mit rund 10.895 GWh erneut der stärkste Einzelenergieträger und allein für gut 32 Prozent der gesamten Nettostromerzeugung verantwortlich. Gegenüber dem April bedeutet das einen weiteren Anstieg von rund 12 Prozent. Längere Sonnenstunden, höhere Einstrahlungswinkel und die wachsende installierte Photovoltaikleistung in Deutschland erklären die Spitzenposition der Solarenergie im Frühsommer.

Wind onshore lieferte rund 5.511 GWh und damit etwa 16 Prozent der Stromerzeugung. Gegenüber dem windstärkeren April sank die Erzeugung an Land um rund 29 Prozent. Offshore-Windanlagen steuerten weitere 1.529 GWh bei, was einem Rückgang von rund 16 Prozent entspricht. Zusammengenommen blieb die Windkraft mit rund 7.040 GWh hinter der Solarenergie der zweitstärkste Beitrag im Strommix Deutschland Mai 2026.

Biomasse trug rund 3.147 GWh bei und blieb damit nahezu auf dem April-Niveau. Laufwasser kam auf etwa 1.269 GWh, ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vormonat. Speicherwasser steuerte 100 GWh bei, Geothermie rund 11 GWh.

Wind onshore sinkt, Braunkohle legt leicht zu

Auf der konventionellen Seite war Braunkohle im Mai mit rund 4.512 GWh weiterhin der stärkste Energieträger im Strommix Deutschland. Gegenüber dem April bedeutet dies einen Anstieg von rund 7 Prozent. Der Zuwachs hängt eng mit der schwächeren Windstromproduktion zusammen, durch die regelbare Kraftwerke häufiger zur Deckung der Residuallast eingesetzt wurden.

Erdgas lag bei rund 3.146 GWh und damit etwa 17 Prozent unter dem April-Wert. Steinkohle kam auf rund 1.923 GWh, ein Minus von rund 14 Prozent gegenüber dem Vormonat. Insgesamt sank die fossile Erzeugung von rund 11.812 GWh im April auf rund 11.080 GWh im Mai, ein Rückgang von etwa 6 Prozent.

Öl spielte mit rund 210 GWh weiterhin eine geringfügige Rolle. Erdgasnebenprodukte steuerten etwa 363 GWh bei, die thermische Abfallverwertung erreichte rund 793 GWh.

Erneuerbarenanteil im Mai 2026 leicht über April

Mit 67,0 Prozent erneuerbarer Erzeugung markiert der Mai einen leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat. Bemerkenswert ist, dass dieser Zuwachs trotz einer um rund 2.560 GWh schwächeren Windstromproduktion zustande kam. Verantwortlich dafür war vor allem die Solarenergie, die den Rückgang bei Wind onshore und offshore weitgehend kompensierte. Zusätzlich stützten Laufwasser und Speicherwasser mit höheren Erzeugungsmengen den Erneuerbarenanteil.

In absoluten Zahlen ging die Stromerzeugung im Strommix Deutschland aus erneuerbaren Quellen gegenüber April um rund 1.160 GWh zurück. Da die fossile Erzeugung gleichzeitig um rund 730 GWh sank, blieb der prozentuale Anteil der Erneuerbaren stabil. Der Mai zeigt damit ein typisches Frühsommer-Bild im Strommix Deutschland: Die Solarenergie übernimmt mehr Gewicht, während die Windkraft saisonbedingt zurückgeht.

Ausblick

Im Juni und Juli dürfte die Solarproduktion saisonbedingt weiter im Vordergrund stehen, mit Spitzenwerten an strahlungsintensiven Tagen. Entscheidend wird sein, ob die Windkraft die typischerweise schwächeren Sommerbeiträge im Strommix Deutschland teilweise auffängt oder ob konventionelle Kraftwerke häufiger zur Deckung der Residuallast eingesetzt werden. Auch der weitere Verlauf des Wasserdargebots in Flüssen und Speichern bleibt zu beobachten.